Häuser für Familien


Von der Hütte zum Haus
Ein winterfestes Dach über dem Kopf.

In winzigen, elenden Hütten aus Lehm, Brettern und diversen Fundstücken hausen Roma-Familien auf engstem Raum, an den Dorfränden. Zu zehnt müssen sie sich einen Raum teilen. Vor allem die eisigen Wintermonate sind hart. Der Regen bringt die Lehmwände oft zum Einsturz, die Dächer sind nicht dicht. Es gibt keine Möbel, nur durchgelegene Sofas und alte Öfen, auf denen auch das Essen zubereitet wird. Ordnung zu halten ist unmöglich, Waschgelegenheit gibt es keine.

Viele Häuser in den Sachsendörfern sind verlassen, die Ortskerne verwaist. Wie wollen den ärmsten Familien und unseren Mitarbeitern ein gutes Zuhause bieten. Wir bauen und renovieren mit den Vätern und unserem Bauteam neue Häuser, stabil und winterfest, für Familien. Was möglich ist, renovieren wir und bauen neue Fenster und Türen ein. In den Werkstätten fertigen Lehrlinge Betten, Kästen und Tische für ihre Familien.

Wir achten darauf, dass die Familien selber einen Beitrag leisten. Enstcheidend ist, dass die Eltern eine Arbeit bekommen, damit sie das Haus und die Familie selbständig erhalten können. 2019 wurden sechs Familienhäuser übergeben. Für 2020 gibt es eine lange Liste von Bewerbern. Wir hoffen, weitere zwölf Häuser zu realisieren.

Eines unserer Häuser in Hosman ist die “Casa Andrea”, hier haben wir zwei Wohnheiten eingerichtet. Danciu Ciurar, 24, und seine Frau Iova sind vor sechs Jahren zu Verwandten nach Hosman gezogen. Das Paar hauste mit frei Kindern in einer armseligen Hütte und jetzt wohnt in der “Casa Andrea”. Danciu ist seith eineinhalb Jahren Arbeiter in der Tischlerei und Iova arbeitet im Sozialzentrum. Im Innenhof des Hauses halten die Familien Hühner und Schweine zur Selbstversorgung. Das Nachbarhaus ist dazugekommen mit dem Namen “Casa Ali”. Hier ist eine Familie eingezogen. Der vater hat bei uns in der Tischlerei Arbeit gefunden, die Mutter versorgt die fünf Kinder.

Cartier Marghita


Die neue Romasiedlung – Ein Dorf blüht auf

Aus einer verwahrlosten Roma-Siedlung an der Ortseinfahrt der Gemeinde Nocrich entstand unser “Cartier Marghita” und das Sozialzentrum “Casa Susanna”. Noch Anfang 2017 plagte eine Hepatitis-Welle die Bewohner. Daraufhin beschloss ELIJAH in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Nocrich, neue Häuser für die Familien zu bauen. Die Gemeinde stellte dafür den Baugrund zur Verfügung. Die Familienväter halfen beim Bau der neuen Häuser, die auch über einen Stromanschluss verfügen.

Sauberkeit schafft Wertschätzung
Ziel ist es, in der Gemeinschaft die Wertschätzung der eigenen vier Wände zu entwickeln. Eine Gruppe von Frauen sorgt für saubere Wege zwischen den Häusern. Die Sozialarbeiterinnen kämpfen mit den Familien um den Schulbesuch der Kinder und Hygiene. Wasser gibt es nur im Sozialzentrum. Der Bürgermeister hat Wasser- und Kanalleitung zu den einzelnen Häusern zugesagt. Das Wohnen in den Häusern muss gelernt ung begleitet werden, eine große Aufgabe. Hauptaufgabe für die Zukunft wird sein, Arbeitsplätze zu schaffen.