Bodgan Mihulet



Bogdan Mihulet, siebenunddreizig, orthodoxer Theologe, Lehrer und Sozialarbeiter, ist seit Sommer im ELIJAH-Team. Er leitet das Schülerheim.

ELIJAH: Bogdan, was hat Dich bewogen, für ELIJAH zu arbeiten?

Bogdan: Meine Großeltern stammen aus Țichindeal, einem Dorf, in dem ELIJAH tätig ist. Das war mit ein Grund für meine Bewerbung. Ich füge mich aufgrund unseres gemeinsamen Hintergrunds und der gemeinsamen Werte sehr gut ein. Ich bin stolz darauf, dass ich der Gemeinschaft helfen kann, der meine Familie angehört.

ELIJAH: Wie sind die ersten Wochen in “Casa Francisc” gelaufen?

Bogdan: Ehrlich gesagt, so wie erwartet. Als Teenager versuchen die Schüler ständig, unsere Grenzen zu testen. Andererseits wundere ich mich häufig, wie gut sie sich benehmen. Sie müssen sich erst an das Programm und ihre Verantwortung gewöhnen. Ich hoffe, dass es mir gelingt, eine besondere Beziehung zu ihnen aufzubauen.

ELIJAH: Die Jugendlichen haben zum ersten Mal ihre Familien verlassen. Welche Unterstützung benötigen sie?

Bogdan: Ich arbeite ständig daran, eine Gemeinschaft aufzubauen, der sich alle zugehörig fühlen. Dies ist ein heikles Thema, da wir nicht versuchen, ihre Familien zu ersetzen, sondern ein Umfeld zu schaffen, in dem sie sicher und akzeptiert sind. Mein Motto stammt aus 1. Korinther 13,11, wo es sinngemäß heißt, dass Heranwachsende Kindliches hinter sich lassen. Die “Casa Francisc” ist ein Schritt auf ihrem Weg hin zu verantwortungsvollen Menschen.

ELIJAH: Was ist entscheidend für den Erfolg?

Bogdan: Ständige Zusammenarbeit zwischen Schule, Familie und uns. Wir sollten verstehen, dass wir die Pflicht haben, im besten Interesse der Jugend zu handeln.