Sozialzentrum Habakuk


Lernen können

In Ziegental leben noch knapp 200 Einwohner, der Großteil der Dorfbevölkerung sind Roma. Die Rumänen, die früher hier wohnten, zogen in die Städte. Die meisten Roma haben keine abgeschlossene Schulausbildung, die jungen Mädchen werden Mütter – meist viel zu früh. Da es in den Hütten kein Wasser, oft keinen Strom und Tisch gibt, schaffen es die jungen Eltern nicht, die Kinder in die Schule zu bringen. Ohne Hilfe setzen sich die Probleme auch in der nächsten Generation fort.

Gemeinsam Essen und Spielen
Im Sozialzentrum Habakuk bekommen mehr als 40 Kinder nach der Schule eine warme Mahlzeit. Traurige Kinder lernen hier zu spielen – ohne Aggressionen, gemeinsam und voller Lebenslust. Der Spielplatz “Parcul Livia” ist die große Attraktion in Ziegental.

Bildung lässt Raben fliegen
Die Betreuung der Hausaufgaben durch unsere Pädagogen am Nachmittag ermöglicht vielen Kindern den Schulbesuch. Die ersten haben über den Pflichtschulabschluss hinaus eine höhere Bildung begonnen. Dazu brauchen sie Geld für Bustickets oder fürs Internat, beides überfordert die Familien. Wir unterstützen sie, der Erfolg steckt andere an. Mehr als 30 Jugendliche besuchen bereits die weiterführende Schule in der naheliegenden Stadt Sibiu.

In eine Zukunft gehen
Die jungen Mütter sind kaum selbst erwachsen. Sie gehen nicht zum Arzt. Pflege und gute Ernährung der Neugeborenen kennen sie nicht. Einmal in der Woche kommen die Mädchen mit ihren Babys zu Lili ins Sozialzentrum. Sie baden die Kinder, cremen sie ein, wiegen sie, stellen Fragen. Gemeinsam gehen die Kleinen so erste Schritte in ein hoffnungsvolles Leben.