Roma: Ausgrenzung und Alltag


In den einst florierenden Siebenbürger Sachsen-Dörfern, nur eine Stunde von Sibiu entfernt, leben heute tausende rumänische Familien, die meisten sind Roma. Nach 1989 sind beinahe alle der seit 900 Jahre ansässigen Sachsen ausgewandert. Viele Häuser verfallen, teils sind rumänische Bauern in die Häuser der deutschsprachigen Sachsen gezogen. An den Ortsrändern haben sich Armutsviertel gebildet, dort hausen Roma-Familien illegal in kleinen Lehmhütten in bitterster Not.

Die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Roma haben sich im letzten Jahrhundert stark verändert. Für klassische Tätigkeiten wie Kesselschmied, Messer- und Scherenschleifer, Korbflechter und Pferdeführer gibt es heute keinen Bedarf mehr. Das Fehlen dieser Traditionsberufe, die früher von Generation zu Generation weitergegeben wurden, hat die Roma an den Rand der Gesellschaft gedrängt. Dazu kommt, dass ihre Kinder nicht in die Schule gehen. Sie lernen weder Schreiben und Lesen, noch Rechnen und können daher keine anderen Berufe ergreifen. Verwahrlosung, Chaos und Unsicherheit sind die Folge.

In sechs Siebenbürger Dörfern bietet ELIJAH eine allgemeine Lebenshilfe für Roma-Familien.